Restmüll entsorgen: So funktioniert es richtig!

In Deutschland wird seit 2015 durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz die Mülltrennung gesetzlich vorgeschrieben. Dabei wird der Müll zunächst in recycelbare Abfälle getrennt. Doch wohin kommt der restliche Müll und was gehört alles dazu? Wir zeigen Ihnen wie Sie den Restmüll richtig entsorgen und was danach damit passiert.

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Restmüll entsorgen

Was ist eigentlich Restmüll? 

Abfälle die vorwiegend in Haushalten zustande kommen und die Sie nicht unbedingt getrennt verwerten können, werden als Restmüll beziehungsweise als Restabfälle bezeichnet.

Pauschal lässt sich behaupten, dass alle Abfälle, die nicht recycelbar sind in den Restmüll gehören. Doch wo kann man Restmüll entsorgen? Die dafür vorgesehene Abfalltonne ist die schwarze/graue Mülltonne.

Diese Farbe steht allgemein für Restmüllabfälle. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern in Deutschland.

Möchten Sie sich ganz sicher sein, dann informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Abfallwirtschaft. Informationen rund um das Thema Abfälle zum Beispiel im Raum Stuttgart finden Sie hier.

Was darf rein in die Restmülltonne?

  • Arzneimittel, wie Medikamente
  • abgekühlte Asche
  • mineralischer Einstreu, wie Katzenklos
  • Hygieneabfälle, wie benutzte Binden und Taschentücher
  • kleinere Glasscherben aus Spiegel- oder Fensterglas
  • kleinere Brechstücke von Porzellan und Keramik
  • Staubsaugerbeutel
  • schmutziges Altpapier, wie ölige Pizzakartons
  • Windeln
Hinweis: Glas- oder Porzellanscherben dürfen nur in kleinen Mengen in den Restmüll entsorgt werden. Bei größeren Mengen müssen diese gesondert gesammelt und abgegeben werden.

Was darf nicht in die schwarze Tonne:

Hinweis: Sollten Sie bei der Entsorgung unsicher sein, können Sie jederzeit im örtlichen Abfall-ABC nachschauen, ob Sie richtig liegen. Hier handelt es sich um das Abfall-ABC im Raum Stuttgart.

Wohin kann man Restmüll entsorgen, wenn die Tonne voll ist?

Ein großer Berg voller Müllsäcken
Restmülltonnen dürfen nicht verstopft werden, ansonsten können hohe Bußgelder folgen.

Sollten Sie mehr Restmüll haben als die Tonne Platz hat, dann dürfen Sie auf keinen Fall die Mülltonne stopfen. Überfüllte Restmüllcontainer werden von der Müllabfuhr nicht eingesammelt und einfach stehen gelassen.

Sie sind darauf angewiesen überfüllte Abfallcontainer stehenzulassen und zu melden. Danach droht Ihnen ein Bußgeld in Höhe bis zu 2.500 Euro.

Also sollten Sie doch Mal mehr Restmüll produzieren, dann sammeln Sie den Restmüll in die vorgesehene großen grauen Müllsäcke.

Dann können Sie diese entweder bei der örtlichen Abfallwirtschaft abgeben oder Sie können diese neben die Restmülltonne abstellen.

In Stuttgart beispielsweise können Sie am Tag der Leerung, auch neben den Container volle graue Restmüllsäcke ablegen.

Doch Vorsicht! Dies ist nicht überall so.  Informieren Sie sich deshalb vorher bei Ihrer örtlichen Abfallwirtschaft, ob dies möglich ist.

Wie hoch sind die Kosten von Restmüll?

Die Kosten von Restmüll oder die Kosten der Abholung von Restmülltonnen unterscheiden sich von Stadt zu Stadt. Die Höhe der Kosten belaufen sich meist auf die Menge an Restmüll oder es gilt ein einheitlicher Preis pro Tonne.

Kosten für eine Restmülltonne liegen meist zwischen 35 und 300 Euro. Dabei ist die Größe der Restmülltonne, die von Haushalt zu Haushalt variiert.

Zudem ändert sich der Preis pro Tonne, wenn Sie die Restmülltonne wöchentlich oder 14-tägig abholen lassen.

Letztes Kriterium für die Höhe der Kosten von Restmüll sind die Personen im Haushalt. Dabei unterscheidet man oft zwischen 1- bis 5 oder mehr-Personenhaushalte. Doch wenn Sie die genauen Kosten von Restmüll und  Restmülltonnen erfahren möchten, dann informieren Sie sich bei der örtlichen Abfallwirtschaft.

Zugutekommt Ihnen, wenn Sie einen Teil des aussortierten Bioabfalls selber kompostieren. Denn dadurch wird Ihnen ein Teil der Abfallgebühr erstattet. Wie Sie das Machen erfahren sie gleich hier.

Was passiert mit dem Restmüll?

Damit die Umwelt geschützt wird, sollten Sie von Anfang an den Müll richtig trennen. Unterscheiden Sie die Abfälle aus Ihrem Haushalt in recycelbare Abfälle und nicht recycelbare Abfälle.

Nicht alle Abfälle sind automatisch auch Restmüllabfälle. Trennen Sie deshalb vorher den Müll zwischen Verpackungen, Glas, Altpapier und Bioabfälle.

Wenn Sie diese Trennung ordnungsgemäß vornehmen, bleiben nur noch wenige Reste übrig. Diese können Sie dann in die Restmüllcontainer entsorgen, die meist auf dem Wertstoffhof zu finden sind.

Damit vermeiden Sie eine hohe Produktion an Müll und leisten einen großen Beitrag zum Umweltschutz. Denn alle aussortierte Abfälle werden recycelt und wiederverwertet.

Recycling und Restmüllverbrennung

Restmüll tut man in der Regel in einer Mülldeponie verbrennen. Damit aber bei der Verbrennung keine gefährlichen Stoffe freigesetzt werden, müssen Sie vorher die richtige Mülltrennung vornehmen.

Denn bei der Verbrennung kann das entstehende Sickerwasser in unser Grundwasser und in den Boden gelangen. Zudem kann giftiges Methan die Luft verunreinigen.

Sie sollten deshalb vermeiden, dass recycelbare Abfälle in den Restmüll gelangen. Zudem wäre es besser für die Umwelt, wenn Sie erst gar nicht so viel Müll produzieren würden.

Also empfehlen wir Ihnen im Alltag darauf zu achten, dass Sie weniger Müll produzieren.

Dennoch hat es auch Vorteile den Restmüll zu verbrennen. Zum einen kann dadurch wieder Energie und Wärme für unsere Haushalte gewonnen werden.

Zum anderen werden durch die Verbrennung vorwiegend Schadstoffe aus Medikamenten oder ähnlichem Abfall weitestgehend beseitigt.

Weitere Artikel:

Quellen und weitere Links:

  • https://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_54913240/schwarze-tonne-was-darf-rein-.html
  • https://www.stuttgart.de/abfall

Bildnachweis: ©Unsplash/Gary Chan

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