Plastikmüll richtig entsorgen: So geht es!

Plastikmüll richtig entsorgen: So geht es!
Immer mehr Plastikmüll gelangt in unsere Weltmeere, doch wir sind auch die Verursacher. Das größte Problem an Plastik ist, dass dieser eigentlich für die Ewigkeit bleibt. Zudem kann sich der Kunststoff absetzen und gelangt in unser Trinkwasser und in sämtliche Nahrungsketten verschiedenster Lebewesen. Wir zeigen wie Sie den Plastikmüll richtig entsorgen und wie sie weniger Plastikmüll verbrauchen können.

Die gelbe Tonne und der gelbe Sack

Extra für den Plastikmüll wurde die gelbe/orange Tonne und der gelbe Sack eingeführt. Sie sind ausschließlich dafür vorgesehen, dass man hier Plastikmüll und Kunststoffverpackungen entsorgt.

Ziel ist es den Müll aus den gelben Tonnen und den gelben Säcken zu recyceln und wiederzuverwenden. Somit wird seit langer Zeit der erste große Schritt getan, um Plastikmüll zu reduzieren.

Dennoch finden sich in sämtlichen Supermarktregalen viele Plastik- und Kunststoffprodukte wieder. Allgemein gilt bei gelben Säcken, dass sie für Leichtverpackungen vorgesehen sind.

Deshalb kann man neben Plastik auch noch weitere Abfälle in den gelben Tonnen entsorgten. Hier ein kleiner Einblick:

  • Kunststoffverpackungen, wie Joghurtbecher, Folien, Flaschen, usw.
  • Metallverpackungen, wie Konservendosen, Kronkorken, Aluminiumverpackungen, usw.
  • Verpackungen, wie Milchtüten und Saftkartons
Hinweis: Verpackungen, die aus Kunststofffolie und Kartons bestehen müssen Sie voneinander trennen. Anschließend kommt die Kunststofffolie wie vorgesehen in den gelben Sack und der Karton in die grüne Mülltonne.

Alles andere sollte schließlich vom gelben Sack und der gelben Tonne fern bleiben. Auf keinen Fall sollte man hier Altpapier, Altglas und ähnliches entsorgen.

Sollten Sie sich Mal unsicher sein, ob etwas in den gelben Sack hinein darf oder nicht, dann schauen Sie in der Trennhilfe vom grünen Punkt nach.

Der grüne Punkt

Um die zukünftige Mülltrennung bei Verpackungen zu vereinfachen und übersichtlicher zu gestalten, wurde 1990 der grüne Punkt eingeführt.

Dieser ist auf sämtliche Verpackungen von Produkten zu finden. Der grüne Punkt sagt aus, welche Verpackungen für ein Recyclingverfahren geeignet sind. Hier kann man also davon ausgehen, dass alle Produkte mit grünem Punkt wiederverwertet werden.

Natürlich nur solange Sie auch dafür sorgen, dass die entsprechenden Verpackungen im gelben Sack oder der gelben Tonne landen.

Doch neben dem grünen Punkt gibt es viele weitere Symbole, die darauf hinweisen, ob sie in den gelben Sack kommen oder nicht.

Achten Sie deshalb schon beim Einkauf daran, ob die Verpackungen mit einem grünen Punkt oder anderem Symbolen versehen sind.

Spätestens wenn Sie die Verpackungen entsorgen möchten und Sie sich Unsicher sind, sollten Sie nochmal einen Blick auf die Verpackung werfen.

So reduzieren und vermeiden Sie Plastikmüll

viel Plastikmüll auf einem Haufen

Wir Menschen konsumieren immer noch sehr viel Plastikprodukte, das Ergebnis sieht dann meist so aus.

Es werden immer wieder weitere Maßnahmen ergriffen, um den Plastikmüll zu reduzieren, wie zum Beispiel das Einstellen von Plastiktüten. Auch beim Shoppen kann man mittlerweile eine Tüte nur gegen Bezahlung erhalten.

Dies sah früher noch ganz anders aus, wobei es Plastiktüten gab so weit das Auge reicht. Dennoch ist damit nur ein kleiner Teil des Plastikproblems getan.

Auch Sie können mit folgenden Tipps Plastikmüll im Alltag vermeiden:

  • verzichten Sie auf Plastiktüten und steigen Sie auf wiederverwendbare Tragetaschen um
  • bevorzugen Sie Papiertüten, welche Sie im Haushalt auch für den Papierabfall nutzen können
  • trennen Sie sich von überflüssigen Kunststoffprodukten, wie Plastikbesteck, -teller und -trinkhalme
  • kaufen Sie Obst und Gemüse lose ein oder benutzen Sie ein Mehrzwecknetz
  • verzichten Sie auf den Cafetogo-Becher und benutzen Sie einen wiederverwendbaren Recup-Becher
  • bevorzugen Sie alternative Produkte, wie zum Beispiel Glasflaschen und Glasbehälter
  • steigen Sie allgemein bei allen möglichen Produkte auf alternatives Material um, wie beispielsweise Kochlöffel aus Holz, Trinkflasche aus Glas, etc.

Plastikmüll richtig entsorgen

Der Plastikmüll und ähnliche Verpackungen in den gelben Sack gehören ist nun klar. Doch damit ist nicht alles getan. Es ist wichtig die Plastikverpackungen richtig zu leeren.

Ansonsten werden Sie in der Verbrennungsanlage aussortiert und nicht recycelt. Aber es ist nicht nötig sämtliche Verpackungen vorher auszuspülen, sie sollten nur möglichst keinen Inhalt mehr haben.

Denn das Spülen verursacht nur weiteren unnötigen Wasserverbrauch, der hier nicht notwendig ist.

Gleichermaßen sollte man Becher und andere Verpackungen nicht ineinander stapeln.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass man die Verpackungen getrennt in die Sortieranlage werfen sollte, um ordentlich recyceln zu können.

Was passiert mit dem Plastikmüll?

Viele stellen sich immer wieder die Frage, was passiert mit dem Plastikmüll in Deutschland? Glücklicherweise ist Deutschland eines der führenden Ländern, wenn es um das Thema Recycling bei Plastik geht.

Dennoch entstehen auch heute noch eine hohe Menge an Plastikmüll, die in die Umwelt gelangen.

Sie machen den ersten Schritt, indem Sie weniger Plastikmüll produzieren und indem Sie Plastikmüll ordentlich entsorgen.

Den zweiten Schritt mach das Recycling. Ungefähr die Hälfte an Plastikmüll wird recycelt und wiederverwertet. Die andere Hälfte wird in verschiedensten Mülldeponien verbrannt. Grund hierfür ist, dass nicht alles recycelt werden kann.

Plastikrecycling: So funktioniert es

  1. Zunächst wird der Plastikmüll eingesammelt und entweder in eine Verbrennungsanlage oder in eine Recyclinghalle gebracht. Dort werden dann die verschiedenen Kunststoffe und Verpackungen verbrannt oder sortiert.
  2. Anschließend wird der getrennte Plastikmüll mithilfe von speziellen Maschinen zerkleinert. Dies ist notwendig, damit die Reste von Plastik besser verarbeitet werden können.
  3. Durch verschiedenste Verfahren wird das Plastik schließlich miteinander verschmolzen und weiterverarbeitet. Bei der Weiterverarbeitung wird das recycelte Plastik dann entsprechend in neue Produkte umgeformt, wie zum Beispiel neue PET-Flaschen.

Lohnt sich Recycling von Plastik?

Kein Frage! Recycling lohnt sich voll und ganz. Wie die meisten wissen, gelangt der Plastikmüll in die Meere und auch in viele Dritte-Welt-Länder.

Damit werden sowohl die Tiere, als auch unsere Mitmenschen großen Gefahren und Gesundheitsschäden ausgesetzt. Deshalb sollte unbedingt recycelt werden und Sie sollten Ihren Beitrag dazu leisten.

In Deutschland wurden im Jahr 2017 immerhin 96,8 % anfallenden Verpackungsmüll recycelt.

Dennoch exportiert Deutschland weiterhin viel Kunststoffabfall in andere Länder. Hier wurden 2018 ca. 1. Millionen Tonnen exportiert und entsorgt.

Weitere Artikel:

Quellen und weitere Links:

  • https://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_80777698/gelber-sack-was-gehoert-wirklich-in-die-gelbe-tonne-alle-infos-und-irrtuemer.html
  • https://www.dw.com/de/m%C3%BClltrennung-plastikm%C3%BCll-und-der-recyclingmythos/a-45746484
  • https://www.statista.de
  • https://www.ecoplast.com/recycling/kreislauf/

Bildnachweis: ©Unsplash/Jasmin Sessler, Brian Yurasits

Mike Wulf
Kategorie:
*Hinweis: Alle Produkttests bzw. Produktvergleiche basieren auf Kundenbewertungen, Testberichte und technischen Daten der gewählten Produkte.
Veröffentlicht am: Februar 19, 2020

Kommentare

  1. Danke für diese Tipps, wie die richtige Entsorgung von Plastikmüll gelingt. Ich wusste, dass Altpapier nicht in der gelben Tonne entsorgt werden sollte. Jedoch war mir nicht bewusst, dass ich Konservendosen und Kronkorken ohne Probleme im Plastikmüll entsorgen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2021 haus100.de. Alle Rechte vorbehalten.
menu-circlecross-circle