Handwerk Wasserhahn tropft: 3 einfache Tricks zum Selbermachen!

Wasserhahn tropft: 3 einfache Tricks zum Selbermachen!

Ein tropfender Wasserhahn kann wirklich nervig und teuer sein. Zum einen verliert der Wasserhahn enorm viel Trinkwasser. Zum anderen können die Kosten für eine Reparatur enorm hoch sein. Es muss aber nicht immer von Profis gemacht werden. Wenn der Wasserhahn tropft, kann man ihn auch selber reparieren.

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Ursachen: Warum tropft der Wasserhahn?

Zu den beliebtesten Ursachen für einen tropfenden Wasserhahn zählt meist Kalk. Putzt man den Wasserhahn nicht häufig genug, entsteht grundsätzlich eine Kalkbildung. Die Kalkbildung wiederum führt zu Verstopfungen im inneren oder im äußeren Teil des Wasserhahns.

Natürlich können auch weitere Problematiken zu einem tropfenden Wasserhahn führen, wie:

  • Kaputte Dichtungen
  • Veraltete Armatur
  • Lose Schraubmechanismen

Achtung! Sobald der Wasserhahn anfängt zu tropfen, sollte man so schnell wie möglich handeln. Unsere Wasserrechnung könnte dem Problem zum Verhängnis werden. Wie selbst.de berichtet, verliert ein tropfender Wasserhahn bis zu einem halben Liter Wasser. Umgerechnet am Tag macht das im Schnitt zwölf Liter täglich!

Wasserhahn tropft aus Drehgriff

Sobald der Wasserhahn aus dem Drehgriff tropft, gibt es zwei Ursachen, die zu diesem Problem führen:

  • Ventil ist verkalkt
  • Dichtungen im Ventil sind kaputt

Wasserhahn tropft am Gewinde

Sollte der Wasserhahn aus dem Gewinde tropfen, sind folgende Ursachen das Problem:

  • Verkalkungen am Perlator (Luftsprudler)
  • Luftsprudler defekt

Wasserkran tropft unter der Spüle

Wenn wir Wasser unter der Spüle entdecken, gilt für uns Alarmstufe-Rot. Jedoch nicht ohne Grund, da die Ursachen für den tropfenden Wasserhahn vielfältig sein können:

  • Dichtungsscheibe kaputt
  • Defekt im Innern des Wasserhahnes
  • Flexschlauch undicht

So kannst du den Wasserhahn selber reparieren

Vor der Reparatur des Wasserhahns ist es wichtig, das Wasser komplett abzustellen. Somit hat man eine grundlegende Sicherheit, dass das Bad oder die Küche im Nachhinein nicht unter Wasser steht. Wer etwas Feingefühl besitzt und sich ein wenig mit Werkzeugen auskennt, der kann den Wasserhahn auch selbst reparieren. Dazu sollte man am besten folgende Dinge überprüfen und ggf. reparieren:

Dichtung wechseln

Die Gummidichtungen am Wasserhahn können nach einiger Zeit in die Jahre gehen. Sie werden in den meisten Fällen spröde und sind so nun wasserdurchlässig. Die Dichtungen befinden sich zum einen, sollte es sich um eine Zweigriff-Armatur handeln, im Innern der Griffe. Zum anderen findet man die Dichtungsscheibe auch am Boden des Wasserhahns.

Zweigriff-Armatur

Um die Dichtungen in der Zweigriff-Armatur zu wechseln, muss man im Vorfeld die Abdeckungen der Griffe abmontieren. Der einfachste Weg hierzu ist der Schraubenzieher. Dazu nimmt man sich die flache Seite des Schraubenziehers und hebelt die Kappe des Griffs heraus. Anschließend schraubt man den Griff am Wasserhahn ab.

Als Nächstes kann man sich einen Schraubenschlüssel zur Hand nehmen. Die größere des Schraubenschlüssels kann je nach Ventilgröße variieren. Mit dem Schraubenschlüssel montiert man nun das Ventil vom Wasserhahn ab.

An der Unterseite der Ventile befinden sich nun die Dichtungen. Diese lassen sich auch hier mit einem flachen Schraubenzieher heraushebeln. Anschließend kann man neue Dichtungen befestigen und den Griff wieder montieren.

Hinweis: Nicht immer muss die Dichtung kaputt sein. In vielen Fällen ist das Ventil des tropfenden Wasserhahns lediglich verkalkt. Um hierzu die Verkalkungen zu lösen, bietet sich beispielsweise ein Essigbad an.

Dichtungsscheibe

Die Dichtungsscheibe befindet sich am Boden des Wasserhahns. Auch dieser kann nach einiger Zeit spröde werden und zu einem tropfenden Wasserhahn führen. Die Reparatur ist jedoch kinderleicht. Zunächst muss man den Wasserhahn an der Unterseite der Spüle abmontieren. Anschließend kann man die alte Dichtung gegen eine neue Dichtung tauschen.

Wasserhahn-Kartusche austauschen

Die Kartusche im Wasserhahn sorgt letztendlich für das Verhältnis der Wassertemperatur. Sie befindet sich im Inneren des Wasserhahns. In vielen Fällen ist auch hier Kalkbildung der größte Feind. Zum Wechseln der Kartusche braucht es jedoch nicht viel und kann in der Regel selber repariert werden.

Dazu muss man lediglich der Kopf des Wasserhahnes abschrauben. Grundsätzlich hebelt man dazu den rot-blauen Knopf an der Vorderseite des Wasserhahnes heraus. Hinter der Kappe befindet sich nämlich eine Schraube, die man letztendlich herausschrauben muss.

Ist der Kopf des Wasserhahnes nun abgeschraubt, löst man nun die Kartusche mit einer Zange. Sobald der Ring abmontiert ist, kann die Kartusche herausgenommen und eine neue eingesetzt werden. Anschließend kann man den Kopf des Wasserhahnes wieder montieren.

Perlator entkalken

Der Perlator oder auch Luftsprudler genannt, sorgt für den Wasserstrahl am Wasserhahn. Da hier wohl das meiste Wasser im Umlauf ist, ist hier die Gefahr der Kalkbildung natürlich am höchsten. Jedoch kann auch diese Reparatur in nur wenigen Schritten selbst vonstattengehen.

Dazu schraubt man mit einer Zange das Gewinde des Luftsprudlers ab. Anschließend legt man den Strahlregler in ein Essigbad, sodass sich die Kalkablagerungen lösen können.

Nach einer gewissen Einwirkzeit, kann man den Luftsprudler wieder montieren.

Hinweis: Nach der Montierung ist es wichtig, für die nächsten 30 Sekunden heißes Wasser durchlaufen zu lassen. Somit ist man auf der sicheren Seite, dass keine Essigrückstände mehr vorhanden sind.

Wie viel kostet es den Wasserhahn reparieren zu lassen?

Reparaturkosten für einen Wasserhahn können enorm hoch sein. Hierbei rechnet man nämlich mit der Anfahrtszeit, Servicekosten und Materialkosten. Einen genauen Betrag kann man hier jedoch nicht festlegen.

Es lässt sich daher empfehlen, den Wasserhahn so gut es geht selber zu reparieren. Zumal eine Terminvereinbarung eine etwas längere Zeit dauern kann.

Wasserhahn tropft: Zahlt der Mieter oder Vermieter?

Sollte die Eigeninitiative nicht ausreichen und der Wasserhahn weiterhin tropfen, muss ein Klempner her. Jedoch können die Kosten hierbei, wie oben beschrieben, hoch sein. Hierbei sollte man sich am besten mit seinem Vermieter in Kontakt setzen und ihn um Rat bitten. In den meisten Fällen übernimmt jedoch der Vermieter die Kosten. Gerade, wenn der Wasserhahn in die Jahre gekommen ist, weigern sich Vermieter hier meist nicht.

Weitere Artikel zum Thema:

Quelle und weitere Links:

  • https://www.selbst.de/wasserhahn-tropft-reparaturen-am-wasserhahn
  • https://www.liebenswert-magazin.de/wenn-der-wasserhahn-tropft-ursachen-und-problemloesungen-4653.html

Bildnachweis: ©Unsplash

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