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Spülmaschine: Salz richtig nachfüllen

Der Salzbehälter sitzt im Boden der Spülmaschine und steht immer voll Wasser. Das ist kein Defekt, sondern so gewollt: Das Salz löst sich darin zu Sole, mit der die Maschine ihren Wasserenthärter regeneriert.

Kurz gesagt

  • Wasser im Salzfach ist normal: Nur vor dem allerersten Befüllen gießt du Wasser hinein. Danach bleibt der Behälter immer voll, das Salz löst sich darin auf.
  • So geht es: Unterkorb herausziehen, Deckel am Boden aufschrauben, Trichter aufsetzen, Spezialsalz einfüllen, bis der Behälter voll ist. Verdrängtes Wasser läuft über, das ist gewollt.
  • Danach sofort spülen: Übergelaufene Salzsole kann Spülraum und Besteck angreifen. Starte direkt nach dem Nachfüllen ein Programm, notfalls ohne Geschirr.
  • Nur Regenerier- bzw. Spezialsalz, kein Speisesalz und nie Reiniger in den Salzbehälter. Wie oft nachgefüllt wird, zeigt die Salzanzeige, die von der eingestellten Wasserhärte abhängt.

Wozu braucht die Spülmaschine Salz?

Das Salz spült nicht und reinigt nicht. Es versorgt die eingebaute Enthärtungsanlage. Darin sitzt ein Ionenaustauscher, der dem Wasser Kalzium und Magnesium entzieht, also das, was als Kalk auf Gläsern und im Spülraum landet. Nach einer gewissen Wassermenge ist der Austauscher gesättigt und wird mit Salzsole aus dem Salzbehälter wieder frei gespült. Miele beschreibt das so: Wasser ab 5 °dH muss enthärtet werden, und dafür braucht die Anlage regelmäßig Regeneriersalz.

Fehlt das Salz bei hartem Wasser, bekommst du weiße Beläge auf Geschirr und Gläsern und auf Dauer Kalk in der Maschine. Bei sehr weichem Wasser dauerhaft unter 5 °dH brauchst du laut Miele gar kein Salz.

Der Salzbehälter ist voll Wasser: Ist das normal?

Ja, und es muss so sein. Vor der ersten Inbetriebnahme gießt du einmalig Wasser in den Behälter, je nach Hersteller etwa einen bis anderthalb Liter. Danach bleibt immer genug Wasser darin, auch wenn das Salz aufgebraucht ist. Das Salz löst sich in diesem Wasser zur Sole, und genau die braucht der Enthärter.

  • Du musst das Wasser nicht abschöpfen und nicht auf ein trockenes Fach warten. Beim Einfüllen verdrängt das Salz das Wasser, es läuft über den Rand in den Spülraum.
  • Nach dem ersten Mal kein Wasser mehr nachgießen. Das gilt nur für die allererste Füllung, so steht es in den Anleitungen von Bosch und Miele.
  • Trüb oder milchig darf das Wasser aussehen, das ist gelöstes Salz.

Spülmaschine Salz nachfüllen: Schritt für Schritt

  1. Unterkorb herausziehen

    Am besten direkt nach Programmende, wenn die Maschine leer ist. Der Salzbehälter sitzt mittig oder seitlich am Boden des Spülraums, neben den Sieben, und hat einen runden Schraubdeckel. Nicht verwechseln: Das Fach in der Tür ist für Reiniger, der Deckel daneben für Klarspüler.

  2. Deckel aufschrauben

    Dreh den Deckel gegen den Uhrzeigersinn ab. Beim allerersten Befüllen jetzt Wasser hineingießen, sonst nicht.

  3. Trichter aufsetzen und Salz einfüllen

    Setz den Einfülltrichter auf und schütte Spezialsalz ein, bis der Behälter voll ist und das Salz in der Öffnung steht. Wasser und etwas Sole laufen dabei über, das ist normal. Ohne Trichter landet viel Salz im Spülraum.

  4. Rand säubern und Deckel fest zuschrauben

    Wisch Salzkörner vom Gewinde und von der Dichtung, sonst schließt der Deckel nicht dicht. Ein undichter Deckel lässt Sole in den Spülgang, das gibt Salzspuren auf dem Geschirr.

  5. Sofort ein Programm starten

    Übergelaufene Salzsole kann im Spülraum und an Besteck Korrosion verursachen. Bosch schreibt deshalb „umgehend spülen“, Miele empfiehlt nach jedem Öffnen des Salzbehälters sofort ein kurzes Programm ohne Geschirr. Wenn du ohnehin spülen willst, räumst du ein und startest gleich.

Nie Reiniger in den Salzbehälter. Pulver, Tabs oder Flüssigreiniger zerstören die Enthärtungsanlage, darauf weisen Bosch und Miele ausdrücklich hin. Ist es passiert, starte kein Programm und frag den Kundendienst des Herstellers.

Wie viel Salz und wie oft nachfüllen?

Wie viel: Immer so viel, bis der Behälter voll ist. Je nach Modell passen etwa 1,5 kg (Bosch) bis 2 kg (Miele, je nach Salzart). Eine Teilfüllung bringt keinen Vorteil, das Salz wird erst im Lauf vieler Spülgänge verbraucht.

Wie oft: Darauf gibt es keine feste Antwort in Wochen. Der Verbrauch hängt von der Wasserhärte und davon ab, wie oft du spülst. Bei hartem Wasser regeneriert die Maschine häufiger und braucht mehr Salz, bei weichem seltener. Nachgefüllt wird, sobald die Salzanzeige im Display oder an der Blende leuchtet. Hat dein Gerät keine Anzeige, lohnt ein Blick in den Behälter bei jeder größeren Reinigung der Siebe.

Worauf du beim Kauf achtest: Grobkörniges Regeneriersalz oder Spezialsalz für Geschirrspüler aus reinem Natriumchlorid. Feinkörnige Ware kann verklumpen. Packungen mit 1,5 bis 2 kg passen genau für eine volle Füllung, größere Gebinde sind pro Kilo meist günstiger. Ein separater Trichter lohnt sich, falls der mitgelieferte verloren gegangen ist.

Kann ich normales Speisesalz nehmen?

Nein. Miele schließt Speisesalz, Viehsalz und Streusalz ausdrücklich aus: Andere Salzarten können wasserunlösliche Bestandteile enthalten, die den Enthärter stören. Speisesalz ist außerdem fein gemahlen und enthält oft Rieselhilfen oder Jod. Das Einzige, was bei Regeneriersalz zählt, ist reines, grobes Salz ohne Zusätze.

Brauche ich Salz, wenn ich Tabs mit Salzfunktion nehme?

Kombi-Tabs enthalten einen Salzersatz, der aber nur bis zu einer bestimmten Wasserhärte reicht. Miele nennt für seine Geräte unter 21 °dH, maßgeblich ist die Angabe auf der Tab-Packung. Darüber brauchst du trotzdem Salz. Die besten Ergebnisse gibt es laut Miele mit Reiniger plus getrennt dosiertem Salz und Klarspüler.

Wasserhärte einstellen: der eigentliche Schlüssel

Damit die Maschine nicht zu viel und nicht zu wenig Salz verbraucht, muss die Enthärtungsanlage auf deine Wasserhärte eingestellt sein. Ab Werk steht sie auf einem Mittelwert, bei Miele 14 °dH.

  • Härte erfahren: Dein Wasserversorger muss dir den Härtebereich nach § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz mindestens einmal im Jahr mitteilen. Meist steht er auf der Website des Versorgers oder auf der Jahresabrechnung.
  • Bereiche umrechnen: Das Gesetz nennt weich (unter 1,5 mmol/l), mittel (1,5 bis 2,5 mmol/l) und hart (über 2,5 mmol/l). Die Geräte rechnen in Grad deutscher Härte, 1 °dH entspricht 0,18 mmol/l. Weich heißt also bis etwa 8,4 °dH, hart ab etwa 14 °dH.
  • Bei schwankender Härte stellst du laut Miele den höchsten Wert ein.

Wie die Einstellung an deinem Gerät funktioniert, steht in der Gebrauchsanleitung. Bei den meisten Geräten läuft sie über eine Tastenkombination oder das Einstellmenü im Display.

Wenn es hakt: Salzanzeige, Rückstände, fester Deckel

Die Salzanzeige leuchtet trotz Nachfüllen

Direkt nach dem Einfüllen ist die Sole oft noch nicht konzentriert genug. Miele schreibt, dass die Anzeige dann noch eine Weile weiterleuchten kann. Leuchtet sie nach mehreren Spülgängen immer noch, prüfe, ob der Deckel richtig sitzt. Bei Geräten mit Schwimmer im Salzbehälter kann eine Salzkruste den Schwimmer festsetzen.

Das Salz wird nie weniger

Dann ist die Wasserhärte vermutlich auf den niedrigsten Wert gestellt, die Enthärtung also abgeschaltet. Bei weichem Wasser ist das richtig, bei hartem nicht.

Das Salz ist sehr schnell leer

Prüfe, ob die Härte zu hoch eingestellt ist und ob der Deckel samt Dichtung dicht schließt. Ein undichter Deckel lässt bei jedem Spülgang Sole entweichen.

Weiße Körner oder Salzrand auf dem Geschirr

Meist wurde nach dem Nachfüllen kein Programm gestartet oder der Deckel ist nicht fest zu. Miele nennt genau diese beiden Ursachen. Ein Spülgang ohne Geschirr nimmt die Reste mit.

Der Deckel lässt sich nicht öffnen

Meist hält eine Salzkruste im Gewinde ihn fest. Gieß etwas warmes Wasser um den Deckelrand, warte kurz, damit sich das Salz löst, und dreh ihn dann mit einem trockenen Tuch für besseren Halt auf.

Salz verklumpt im Behälter

Verklumptes Salz löst sich langsamer. Lockere es mit einem Löffelstiel und füll künftig grobkörniges Spezialsalz ein. Und noch ein Hinweis, weil es oft gefragt wird: Waschmaschinen haben keinen Salzbehälter und keine Enthärtungsanlage dieser Art, Spülmaschinensalz gehört dort nicht hinein.

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Häufige Fragen

Warum ist Wasser im Salzbehälter meiner Spülmaschine?

Weil es dort hingehört. Der Behälter wird einmalig vor der ersten Nutzung mit Wasser gefüllt und bleibt danach immer voll. Das Salz löst sich darin zu Sole, mit der die Enthärtungsanlage regeneriert wird.

Wo kommt das Salz in die Spülmaschine?

In den Salzbehälter am Boden des Spülraums. Du ziehst den Unterkorb heraus und schraubst den runden Deckel neben den Sieben ab. Das Fach in der Tür ist für Reiniger und Klarspüler.

Wie viel Salz kommt in die Spülmaschine?

So viel, bis der Behälter voll ist. Je nach Gerät sind das etwa 1,5 bis 2 kg. Beim Einfüllen läuft verdrängtes Wasser über, danach sofort ein Programm starten.

Wie oft muss man Salz nachfüllen?

Wenn die Salzanzeige leuchtet. Wie oft das ist, hängt von der Wasserhärte und der Zahl der Spülgänge ab. Wichtig ist, dass die Härte am Gerät richtig eingestellt ist.

Was passiert, wenn kein Salz in der Spülmaschine ist?

Bei hartem Wasser arbeitet die Enthärtung nicht mehr. Es bleiben weiße Kalkbeläge auf Geschirr und Gläsern, auf Dauer verkalkt auch die Maschine. Bei sehr weichem Wasser unter 5 °dH ist kein Salz nötig.

Quellen

  1. Gebrauchsanweisung Geschirrspüler Miele, Kapitel Regeneriersalz und Wasserhärte
  2. Kurzanleitung Geschirrspüler Bosch, Spezialsalz einfüllen
  3. § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz Angabe der Wasserhärtebereiche
  4. Wasser im Salzbehälter: Ist das normal? Ersatzteilshop, Funktion von Salzbehälter und Ionenaustauscher