Handwerk Holz imprägnieren: Das sollte man wissen!

Holz imprägnieren: Das sollte man wissen!

Ob nun ein Sommerhäuschen oder lediglich Gartenmöbel, sie sollten auf alle Fälle imprägniert sein. Grund dafür sind die Beschädigung durch Witterungen wie z. B. Kälte im Winter oder UV-Strahlen im Sommer. Damit Ihr Holz nicht aufweicht, verblasst oder spröde wird, zeigen wir Ihnen wie Sie Holz am besten imprägnieren sollten.

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Warum muss man Holz imprägnieren?

Im Außenbereich ist das Holz andauernd den Belastungen durch UV-Strahlen und Feuchtigkeit ausgesetzt. Dadurch kann es aufweichen, verblassen und auch spröde werden. Das Naturprodukt Holz ist zudem einem erheblichen Risiko durch verrottende Schimmelpilze ausgeliefert.

Eine weitere Gefahr besteht für Außenholz, das im direkten Erdkontakt steht. Durch eine Behandlung mit Holzschutzmittel kann man sicherstellen, dass sich die Lebensdauer Ihres Gartenhauses oder des Carports verlängert.

Das Holz imprägnieren im Außenbereich: Es macht den Baustoff wasserabweisend, sodass er bis zu fünfmal länger hält. Eine Holzimprägnierung verhindert Moos- und Algenablagerungen. Zudem erfolgt diese Methode wesentlich umweltfreundlicher als vor 20 Jahren.

Wie oft muss man Holz imprägnieren?

Der Zweck der Imprägnierung besteht darin, die Lebensdauer eines Produkts zu verlängern. Häufig verwendete Hölzer wie Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche oder Buche sind nicht sehr beständig gegen Pilze.

Dank einer Kesseldruckimprägnierung entweicht die Feuchtigkeit aus dem Holz. Bei diesem Vakuum-Druckverfahren wird das Holz zusammengedrückt. Danach füllt man speziell entwickeltes Salz in den Kessel. Nach einer Fixierzeit von zirka 48 Stunden ist das Holz für einen längeren Zeitraum gegen Pilze, Fäulnis und Insekten geschützt.

Wenn Sie Ihr Gartenhaus aus Holz mit einer herkömmlichen Dünnschicht-Lasur versehen, müssen Sie dies alle zwei Jahre wiederholen. Bei Dickschicht-Lasuren ist das Imprägnieren in der Regel alle fünf Jahre ausreichend. Bevor Sie das Holz imprägnieren, muss man allerdings die alten Lackschichten entfernen.

Womit kann man Holz imprägnieren?

holz impraegnieren womit
Es gibt mehrere verschiedene Methoden wie man das Holz imprägnieren kann. (Bildqeulle: Ian Schneider, unsplash.com)

Sie können sich für die Druckimprägnierung entscheiden bei der man das Holz in einen großen Kessel gibt. Der Kessel wird geschlossen, die Luft tritt aus und das Imprägniermittel wird in das Holz gedrückt. Danach fällt der Druck im Kessel. Dieser Vorgang wird immer wieder wiederholt. Das Mittel dringt einige Millimeter in das Holz ein. Kesseldruckimprägniertes Holz erhält auf diese Weise eine feuchtigkeitsabweisende Schicht.

Sie können sich auch für einen Holzlack entscheiden. Er dringt kaum in das Holz ein. Trotzdem erhält das Holz eine dicke Schutzschicht. Die Holzlasur ist eher für den Außenbereich gedacht.

Sie durchdringt das Holz und schützt es von innen. Sowohl Holzlacke als auch Lasuren erhalten interessierte Nutzer in unterschiedlichen Farben. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit den natürlichen Werkstoff Holz mit Öl vor dem Austrocknen und vor einer Rissbildung zu bewahren. Mit Sonnenblumenöl können Sie zum Beispiel Schneidbretter aus Holz vor dem Vergrauen schützen.

Holz imprägnieren mit diesen Hilfsmitteln

Für die Druckimprägnierung wird ein spezieller Kessel mit einer Pumpe eingesetzt. Kesseldruckimprägniertes Holz eignet sich für praktisch alle Außengebäude sowie auch für Außenverkleidungen, Balkonstrukturen, Schuppen, Zäune und Gartenmöbel.

Auf diese Art lassen sich Holzlatten und Holzbalken imprägnieren, die man später beispielsweise für ein Gartenhaus verwendet. Die Druckimprägnierung erfolgt vor Beginn der Holzbearbeitung. Das bedeutet Sie lassen die Holzlatten imprägnieren, bevor man sie dann für die Balkonverkleidung verwendet. Kesseldruckimprägniertes Holz benötigt keine weitere Behandlung.

Sie können den Holzlack, die Lasuren oder das Holzschutzöl mithilfe eines Pinsels oder eines Pumpsprühgerätes auftragen. Zuvor werden alle Schmutz- und Farbreste mit Schmirgelpapier oder mit einem Schleifgerät entfernt. Staubreste lassen sich mit einer Bürste beseitigen.

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Unebenheiten werden mit einer Kittmasse und einem Spachtel ausgebessert. Tragen Sie bei diesen Arbeiten unbedingt eine Atemschutzmaske, eine Schutzbrille und Handschuhe. Bei der Tauchtechnik taucht man wiederum das Holz in ein großes Bad.

Anschließend lässt man es für zirka 20 Minuten im Imprägniermittel. Dies gibt dem Holz die Möglichkeit, sehr viel von dem Mittel aufzusaugen.

Holz imprägnieren – Anleitung

Gartenhaus imprägnieren

Als stolzer Besitzer eines Sommerhauses aus Holz möchten Sie bestimmt, dass es auch nach zehn Jahren noch wie neu aussieht. Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der allerdings einiges an Pflege erfordert. Eine Imprägnierung mit einem Holzschutzmittel macht das Holz unempfindlich gegenüber von Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen. Imprägniertes Holz ist robust und widerstandsfähig.

Nachdem das Gartenhaus aufgebaut ist, beginnen Sie mit der Imprägnierung. Füllen Sie das flüssige Imprägniermittel in ein Pumpsprühgerät. Nun besprüht man alle Holzelemente gleichmäßig. Natürlich lässt sich das Mittel auch mit einem Pinsel auftragen. Sprühen geht allerdings schneller.

Alle von außen sichtbaren Teile müssen imprägniert werden. Vergessen Sie die Fenster und Türen nicht.

Streichen Sie am besten noch einmal mit einem Pinsel nach. Für einen optimalen Schutz müssen alle Holzelemente imprägniert sein. Nun lassen Sie das Gartenhaus einen bis zwei Tage trocknen. Wollen Sie einen Decklack auftragen, dann sollten Sie nach der Imprägnierung einen Monat verstreichen lassen.

Kesseldruckimprägnierung für Holz

Wie in diesem Ratgeber bereits angeführt, sorgt eine Druckimprägnierung für die längste Lebensdauer des Holzes. Die Druckimprägnierung wird vor der Verarbeitung des Holzes durchgeführt. Denn danach können die Endkanten nicht mehr behandelt werden.

Für die Druckimprägnierung kommt das Holz in einen großen Kessel, der geschlossen wird. Die Luft tritt aus, der Kessel wird drucklos. Nun kommt das Imprägniermittel (Salz) dazu und es wird Druck auf den Kessel ausgeübt. So drückt man das Mittel in das Holz hinein. Sobald der Druck auf einen bestimmten Wert abfällt, schaltet sich die Pumpe ein, um ihn wieder auf zirka 9,5 bar zu bringen.

Der Vorgang wiederholt sich so lange, bis der Druck konstant bleibt. Das Imprägniermittel ist nun einige Millimeter in das Holz eingedrungen und bildet dort eine feuchtigkeitsabweisende Schicht.

Auf diese Weise imprägniertes Holz bewährt sich zum Errichten von Sommerhäusern, für Außenverkleidungen, Zäunen, Schuppen und Gartenmöbeln. Das Holz braucht zwar keine weitere Behandlung, allerdings kann es auf Wunsch mit einer schönen Farbe versehen werden.

Ist die Kesseldruckimprägnierung giftig?

Ist das Holz kesseldruckimprägniert, dann ist dies an der grünlichen Einfärbung zu erkennen. Die Lebensdauer ist erhöht, allerdings gibt es auch Nebenwirkungen. Das pflegeleichte Holz kann Allergien auslösen. Experten streiten sich, ob kesseldruckimprägnierte Hölzer eventuell Krebs auslösen können. Es sollte nicht in Innenräumen und bei Kinderspielgeräten verwendet werden.

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Holz imprägnieren: Tipps

Wie bereits berichtet kann man Holz zum Beispiel mit Druck und Vakuum imprägnieren. Eine weitere beliebte Konservierungsart ist die Eintauchtechnik. Sie wird zur Schwarzimprägnierung angewendet.

Das Holz wird dazu für zirka zehn bis zwanzig Minuten in einer großen Wanne (Bad) in ein Imprägniermittel getaucht. Auf diese Weise kann das Holz eine große Menge der Imprägnierung aufnehmen. Allerdings ist es schwer eine gleichmäßige Farbe zu erhalten, wenn das Holz zu feucht ist.

Bei trockenen Balken und Latten führt diese Methode zu einer schönen schwarzen Farbe. Zudem wird die Holzstruktur deutlich sichtbar. Sie können das Imprägniermittel auch mithilfe eines Pinsels oder eines Pumpsprühgerätes auftragen.

Vor- und Nachteile von Holzimprägnierungen

Vorteile: Eine Imprägnierung schützt das Holz im Außenbereich vor äußeren Einflüssen wie Wetter, Insekten- und Pilzbefall. Bei der Imprägnierung vor der Verarbeitung des Holzes erreichen Sie alle Elemente, die man nach dem Zusammenbau nicht mehr erfassen kann. In den meisten Fällen ist die Imprägnierung sehr dünn und farblos. In der Folge können Sie Ihr Gartenhaus, das Balkongeländer, den Gartenzaun schützen, ohne dass Sie sich um Verfärbungen sorgen müssen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie Ihre Holzmöbel mithilfe von Leinöl oder Sonnenblumenöl lebensmittelecht imprägnieren können.

Nachteil: Wenn Sie zum Beispiel Ihr Sommerhaus imprägnieren, dann müssen Sie in der Regel sehr lange warten. Das Sommerhaus kann man daher erst nach einer bestimmten Weile betreten. Zudem müssen sie es von außen imprägnieren. Bei einem Geräteschuppen kann man die Imprägnierung auch innen anbringen.

Weitere Artikel:

Quellen und weitere Links:

  • https://www.malerversand.de/ratgeber/holzschutz-im-aussenbereich-tipps
  • https://www.landhaus-shop.de/magazin/holz-wasserdicht-versiegeln/

Bildnachweis: ©Unsplash

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