Holz ölen: So geht es in nur 6 Schritten!

Holz ölen: So geht es in nur 6 Schritten!
Wie oft sollte man Holz ölen? Ist das Ölen, Lasieren oder Wachsen von Holz besser? Diese Fragen tauchen auf, wenn man seine Holzmöbel pflegen möchte. In diesem Artikel beantworten wir diese und noch weitere Fragen.

Warum muss man Holz ölen?

Holz ist ein Naturprodukt und verdient es aus mehreren Gründen geölt zu werden. Das Material ist sehr wetterempfindlich und kann daher aufgrund der Temperaturen schrumpfen oder es dehnt sich aus. Regen, Sonne und Wind haben einen sehr großen Einfluss auf Holz.

Natürlich ist auch manche Holzart empfindlicher als die andere. Durch das Holz ölen bleibt die Ästhetik erhalten, unabhängig davon, ob es sich um Dielen, Parkett, Möbel oder um Gartenhäuser aus Holz handelt.

Die Struktur des Holzes besteht zum Großteil aus Flüssigkeit. Sobald ein Baum gefällt wird und es keinen Austausch zwischen den Blättern (Nadeln) und den Wurzeln gibt, beginnt das Holz zu trocknen und zu schrumpfen.

Es verliert an Farbe und nimmt zudem noch eine Grautönung an. Bevor das Holz Risse bekommt und spröde wird, kommt das Öl ins Spiel. Es dringt in die Poren ein und schützt Dielen und Bretter von innen.

Die Struktur des Holzes bleibt bei geöltem Holz in der Regel gut sichtbar. Im Handel finden Sie auch diverse Öle, mit denen sich farbiges Holz ölen lässt.

Holz ölen, lasieren oder wachsen?

Eine Frage, die sich bei der Holzpflege häufig stellt, ist: "Was ist besser das Holz zu ölen, zu lasieren oder zu wachsen?" Welche Art der Holzveredelung die beste ist, hängt natürlich auch von der Holzart (Weichholz oder Hartholz) ab. Außerdem kommt es darauf an, ob sich das Holz drinnen oder draußen befindet.

Wachs

Es lässt sich einfach mit einem Tuch auftragen. Mit dem Pflegeprodukt können Sie bei Ihren Esszimmersesseln Alterungseffekte erzielen. Es dichtet die Poren des Holzes allerdings nur mäßig ab. Wenn Sie Ihre Möbel wachsen, dann sind sie nur für eine gewisse Zeit vor dem Austrocknen geschützt.

Holzwachse haben eine zähere Konsistenz als Öle. Sie sorgen für eine gewisse Zeit für glatte, wasserabweisende Oberflächen. Holzwachse verändern die natürliche Optik des Holzes kaum.

Durch Polieren lässt sich ein gewisser Glanzeffekt erreichen. Diese Produkte machen die behandelten Oberflächen zudem widerstandsfähig gegen einen physischen Abrieb. Eigenständige Wachse können Sie für Fußböden verwenden, allerdings sind sie nicht besonders haltbar.

Lasur

Bei der Lasur handelt es sich um eine transparente Holzbeschichtung, die nicht deckt. Dadurch bleibt die natürliche Maserung des Holzes gut sichtbar erhalten. Das Pflegeprodukt macht den Werkstoff Holz widerstandsfähiger gegenüber Witterungseinflüssen.

Man unterscheidet zwischen Dünnschicht- und Dickschichtlasuren. Während sich die Dünnschicht-Versionen hervorragend für Zäune und Sichtblenden eignen, bieten sich die Dickschichtlasur für Fenster, Türen und Tore an. Holzlasuren eignen sich im Allgemeinen nicht für Fußböden, da sie der Beanspruchung nicht standhalten würden.

Holzöle

Für diese Pflegeprodukte gibt es eine breite Anwendungspalette. Holzöl verlängert die Haltbarkeit von unbehandeltem Holz. Neben dem Holzöl für außen finden Sie im Handel auch spezielle Produkte für den Innenbereich.

Das Holzöl für innen wird von den Nutzern für Fußböden und Küchenarbeitsplatten verwendet, um sie langlebig und möglichst jahrelang haltbar zu machen. Das Holz muss dazu nicht kräftig abgeschliffen werden.

Sie müssen es nur leicht schleifen oder reinigen. Danach können Sie eine frische Schicht Öl auftragen. Im Außenbereich sorgt das Hartholzöl, dass der Werkstoff Holz nicht reißt und splittert.

Das Pflegeöl Holz lässt Ihr Gartenhaus atmen und bietet ihm einen hervorragenden Schutz vor Rissen und Abplatzungen.

Wie oft muss man Holz ölen?

Dazu gibt es leider keine genauen Regeln. Es hängt davon ab, welchen Belastungen das Holz ausgesetzt ist. Ein geölter Boden in einem Restaurant erfordert eine regelmäßigere Wartung als der Boden in Ihrer Wohnung.

Die Außenbeschichtung eines Strandgrundstücks benötigt wahrscheinlich mehr Pflege und Wartung als die eines geschützten Stadthauses. Sobald sich die Bretter Ihres Holzbalkons spröde und trocken zeigen, sind das Zeichen, dass sie eine optische Aufhellung benötigen. Neue Möbel sollten Sie alle paar Monate einölen.

Später reicht es, wenn Sie die Einrichtungsgegenstände zweimal jährlich einölen. Auch eine häufige Nutzung macht ein Nach ölen schneller erforderlich. Zu beachten gilt es außerdem, dass es neben dem richtigen Zeitpunkt noch auf das passende Öl zu achten gilt.

Für Möbelstücke bewähren sich Hartöle auf Leinenbasis. Parkett- oder Holzböden verwöhnen Sie mit gut angerührten Ölen, die ebenmäßig mit einer Streichbürste oder mit einem Roller aufgestrichen werden.

Wie häufig Sie nach ölen müssen, hängt von der Beanspruchung des Bodens ab. Im Allgemeinen gilt aber: Lieber einmal zu viel nach ölen!

Welches Öl zum Ölen von Holz?

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Leinöl: Dieser natürliche Holzschutz bewährt sich zum Einölen von Fenstern, Türen und Möbelstücken. Auch die Oberflächen von Cricketschlägern können in Leinöl getaucht werden. Dabei handelt es sich um ein reines Pflanzenöl, das beim Auskochen von Flachs- oder Leinpflanzen gewonnen wird. Dieses Pflanzenöl bewährt sich außerdem sehr gut, wenn es darum geht Ahorn- und Zedernholz zu veredeln.

Olivenöl: Olivenöl ist ein nicht trocknendes Holzöl auf pflanzlicher Basis. Nicht trocknende Öle wie Pflanzenöle oder Olivenöle sollten niemals auf Aufbewahrungsschalen für Lebensmittel verwendet werden, da sie ein klebriges Finish hinterlassen. Das kann gelagerte Lebensmittel verderben lassen. Olivenöl härtet nie ganz aus. Es eignet sich aber sehr gut zum Ölen der Schneidebretter für die Küche und Kantine.

Rapsöl: Dieses Öl hat ähnliche Eigenschaften wie das Olivenöl, es wird aber weniger schnell ranzig. Sie können Ihre Gartenmöbel damit streichen. Es ist billig und umweltfreundlich.

Achtung! Öle dürfen niemals in geschlossenen Räumen versprüht werden.

Holzschutz Öl zum Selbermachen

Mit dieser Anleitung können Sie ein Öl zum Holzschutz ganz einfach selbst machen.
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Arbeitszeit: 40 Minuten
Keyword: Holzschutz Öl zum Selbermachen

Equipment

  • Kochtopf
  • Bienenwachs
  • Erdnussöl

Schritt für Schritt

  • Schmelzen Sie das Wachs in einem Wasserbad auf dem Kochfeld. 
  • Danach wird es mit zwei Teilen Erdnussöl gut vermischt. Sie müssen immer wieder umrühren, damit sich die beiden Komponenten perfekt vermengen. 
  • Soll die Konsistenz etwas flüssiger ausfallen, dann können Sie der Mischung auch ein wenig Terpentinöl zufügen.

Holz ölen mit diesen Hilfsmitteln

Wachse lassen sich sehr gut mit einem weichen Tuch auftragen. Das Einlassen eines Holztisches mit Öl geschieht am besten mit einem Flächenstreicher. Massivholz sollte immer in Maserrichtung aufgetragen werden.

Flächenstreicher 30 x 120 mm
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Nachdem die Oberfläche gleichmäßig mit Holzöl bedeckt wurde, sollten Sie zirka 20 Minuten warten und danach die Überschüsse mit einem sauberen Lappen abnehmen. Bevor Sie die Holzoberflächen ölen, sollten sie sorgfältig mit einem Schleifpapier (Körnung 180) geschliffen werden.

Angebot

Für die solide Pflege von Holz können Sie neben einem fusselfreien Tuch (Leinen oder Baumwolle einen Flächenpinsel oder einen Roller verwenden.

Anleitung zum Holz ölen

Mit folgender Anleitung können Sie das Holz ölen.
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Arbeitszeit: 8 Stunden
Keyword: Holz ölen

Equipment

  • Schleifpapier, Schleifgerät oder Schleifkissen
  • Pinsel
  • Baumwolltuch
  • Holzöl

Schritt für Schritt

  • Schleifen: Bevor Sie Ihre Holzmöbel ölen, müssen Sie die Holzoberfläche mit einem Schleifkissen, einem Schleifgerät oder mit Schleifpapier mit feiner Körnung (beginnend mit 180 später 240) in Faserrichtung abschleifen. Sobald alle Staub- und Schmutzreste beseitigt sind, können Sie Ihre Holzmöbel ölen.
  • Wenn Sie Ihren Holztisch ölen, dann können Sie dazu entweder einen Pinsel oder ein fusselfreies Baumwolltuch verwenden. Danach wird das Öl mit einem Flächenstreicher verteilt. 
  • Nach zirka 30 Minuten werden überschüssige Ölreste mit einem frischen Baumwolllappen sorgfältig beseitigt, sodass eine gleichmäßige, fleckenfreie Oberfläche entsteht.
  • Nach dieser Behandlung gönnen Sie dem Möbelstück einige Stunden Ruhe. Danach können Sie eine weitere dünnen Ölschicht auftragen. Neben Öl eignet sich auch eine Wachsölmischung oder nur Wachs zur Holzpflege.
  • Lassen Sie das geölte Möbelstück/den Zaun einen Tag lang ohne Beanspruchung vollständig trocknen. Dabei sollten die Teile auch keiner Feuchtigkeit ausgesetzt sein. Eventuell müssen Sie die Gegenstände drei bis viermal ölen, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wurde.
  • Nach zirka zwei Wochen sind die Oberflächen vollständig ausgetrocknet, sodass sie nebelfeucht abgewischt werden können.

Tipps

Pinsel und Lappen, die mit Öl in Kontakt kamen, sollten immer im Freien getrocknet werden. Hier besteht die Gefahr einer Selbstentzündung!

Unbehandeltes Holz ölen

Leinöl ist ein absolut ökologisches, kostengünstiges und gesundheitsfreundliches Produkt. Sie können das Leinöl in mehreren Schichten auf rauem, unbehandeltem Parkett auftragen. Es eignet sich auch für Kork und Terrakotta. Für die regelmäßige Reinigung bietet sich eine 100 prozentige Leinölseife an.

Lasiertes Holz ölen

Lasiertes Holz lässt sich nicht ölen. Sie können auch geöltes Holz nicht lasieren. Es müsste vorher abgebeizt oder fein abgeschliffen werden.

Kesseldruckimprägniertes Holz ölen

Durch einen Anstrich mit Öl wird kesseldruckimprägniertes Holz vor Witterung, Pilzbefall und Schimmel geschützt. Mit dem Öl werden Risse, Bohrlöcher und Schnitte verschlossen. Außerdem lässt sich die Optik auffrischen.

Holzöle sind Schutzmittel, die nicht zu früh nach dem Druckimprägnieren aufgetragen werden dürfen. Sobald das imprägnierte Holz aber vergraut, ist ein Anstrich mit Öl durchaus sinnvoll. Mit Leinöl lässt sich kesselimprägniertes Holz zusätzlich vor Nässe und Sonne schützen.

Gebeiztes Holz ölen

Von einem bekannten Lackhersteller gibt es mittlerweile auch eine Beize, bei der die Farbstoffe in der Holzfaser gebunden werden. Bisher war es kaum möglich gebeizte Möbelstücke zu ölen, da Wasser in geölte Oberflächen eindringen kann und dabei die Farbstoffe der Beize herauslöst.

Gewachstes Holz ölen

Auf gewachsten Holzoberflächen findet das Holzöl keine optimale Anhaftung. Wenn Sie allerdings eine geölte Tischplatte aus Holz mit Carnaubawachs wachsen, erzielen Sie einen sanften Glanz, ohne dass der Tisch klebt.

Holztisch ölen

Holztisch ölen

Einen Holztisch sollte man regelmäßig ölen. (Bildquelle: Herr B., unsplash.com)

Ein Holztisch ist zeitlos und er sorgt für eine angenehme, warme Atmosphäre. Bevor Sie den Tisch ölen, müssen Sie ihn fein schleifen, damit keine Splitter vorhanden sind. Eine glatte Oberfläche sorgt für Ergonomie und Sauberkeit.

Geölte Oberflächen bewähren sich hervorragend für Tische und Arbeitsplatten. Sie sind strapazierfähig und wasser-, hitze- und säurebeständig. Sie müssen das Holz vorbereiten und danach das Öl sorgfältig auf der Tischplatte verteilen.

Verwenden Sie ein fusselfreies Baumwoll- oder Leinentuch, um eine dünne Schicht Holzöl in Richtung der Holzmaserung aufzutragen. Nach ungefähr zehn Minuten Einwirkzeit, kann man das überschüssige Öl abwischen. Für einen Tisch, den man täglich benutzt, sind drei Schichten erforderlich, damit er einen guten Schutz vor dem täglichen Verschleiß besitzt.

Zwischen jeder Schicht benötigt der Tisch ungefähr fünf Stunden zum Trocknen. Sobald der letzte Anstrich vollständig getrocknet ist, können Sie Ihren Tisch decken und ein wohlverdientes Abendessen einnehmen!

Wenn Sie einen Tisch aus Eichenholz ölen, bringen Sie die Tiefe und Wärme der natürlichen Holzmaserung zur Geltung. Das Öl sickert tief in das Holz ein und schützt es sowohl von innen als auch außen.

Schleifen Sie den Tisch zuerst leicht entlang der Holzmaserung mit feinem Sandpapier (Körnung 400) ab. Danach wird das Öl mit einem trockenen Baumwolltuch gleichmäßig aufgetragen. Diese Prozedur sollte drei bis viermal wiederholt werden.

Dazwischen muss der Tisch trocken. Überschüssiges Öl kann man anschließend sorgfältig abwischen. Am Ende poliert man den Eichentisch mit einem trockenen, weichen Tuch.

Holztisch lieber ölen oder wachsen?

Holzöle lassen Ihren Tisch durchscheinender aussehen als Wachse. Sie dringen tief in das Holz ein. Nussöle wie gekochte Leinsamenöle sorgen für einen festen Film, sobald sie getrocknet sind.

Erdnuss- und Olivenöl dagegen ist nicht trocknend und daher eher für Schneidebretter beliebt. Wachse dringen nicht besonders tief in das Holz ein. Sie verhindern zwar, dass es grau wird aber sie verbessern das Holz nicht besonders.

Holz ölen: Tipps

  • Den Untergrund gut vorbereiten. Die Oberflächen müssen ebenmäßig und frei von Staub sein.
  • Das Holzöl wird entweder mit einem Pinsel, einem Bauwolltuch oder mit einem Flächenstreicher in Richtung der Maserung aufgetragen.
  • Das Öl muss gut antrocknen, bevor Sie die Überschüsse mit einem sauberen Tuch abnehmen.
  • Lassen Sie das Holz über Nacht trocknen. Meist sind mehrere Schichten Öl erforderlich. Zwischen dem Auftragen muss das Holzöl immer Zeit und Muße zum Trocknen haben.

Weitere Artikel:

Quelle und weitere Links:

  • https://www.adler-farbenmeister.com/tipps/holz-oelen-tipps-um-holz-richtig-zu-oelen-adler
  • http://kraftmeile.de/holz-oelen-leicht-gemacht-eine-komplette-anleitung/

Bildnachweis: ©Pexels/Unsplash

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Lisa Klein
Kategorie:
*Hinweis: Alle Produkttests bzw. Produktvergleiche basieren auf Kundenbewertungen, Testberichte und technischen Daten der gewählten Produkte.
Veröffentlicht am: Oktober 19, 2020

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