Raucherwohnung renovieren: So riecht es wieder frisch!

Für viele ist es der Himmel auf Erden, wenn sie zu Hause eine rauchen können. Es ist einfach entspannt vor dem Fernseher zu sitzen und gefühlt, eine nach der anderen anzuzünden. Irgendwann kommt jedoch bestimmt der Auszug und man denkt sich, wie kann ich diese Raucherwohnung bloß renovieren? Keine Angst, denn in diesem Artikel zeigen wir, auf was du alles achten solltest und wer die Renovierung übernimmt.

Was muss man in einer Raucherwohnung reinigen?

Durch das ständige Rauchen in der eigenen Wohnung, kommt es vor das sich Nikotin ablagert. In den meisten Fällen bilden sich Nikotinablagerungen an folgenden Stellen:

  • Wände, Tapeten und Decken
  • Vorhänge und Gardinen
  • Teppiche
  • Steckdosen und Lichtschalter
  • Laminat oder Parkett
  • Möbel

Raucherwohnung renovieren: So geht es!

raucherwohnung reinigen
Mit diesen Tipps bekommst du deine Wohnung wieder rauchfrei.

Vorneweg, eine einfache Lösung die das Renovieren einer Raucherwohnung weitestgehend verhindert, ist ein Luftreiniger. Er zieht in den meisten Fällen Schadstoffe und Verschmutzungen in der Luft, wie z.B. Asche oder Nikotin, an. Grundsätzlich muss man hierbei nur der Filter nach einigen Wochen wechseln.

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Eine ausführliche Bewertung der Luftreiniger findest du in unserem Luftreiniger Vergleich 2020.

Wände, Tapeten und Decken von Nikotinablagerungen befreien

Die wohl am häufigste Nikotinablagerung bemerkt man an den vergilbten Tapeten. Den Unterschied erkennen viele erst, wenn sie zum Beispiel ein Bild in der Raucherwohnung abhängen. Unter dem Bild ist die Tapete Weiß, doch außen rum meist Gelb. Das Nikotingelb frisst sich quasi in alle offenen Stellen hinein und bildet einen extremen Kontrast.

Die Tapete lässt sich nicht einfach säubern. Dazu braucht man eine spezielle Sperrgrundierung. Sie verhindert, dass das Gelb nach dem Überstreichen nicht mehr sichtbar ist. Alternativ kann man auch Acrylfarben benutzen. Sie überdecken zwar das Nikotingelb, dennoch sind sie relativ teuer und riechen unangenehm.

Wer es dennoch mit der Acrylfarbe probieren möchte, kann sie in jedem Baumarkt finden.

Vorhänge und Gardinen in einer Raucherwohnung reinigen

Im ersten Moment sind Vergilbungen an den Vorhängen und Gardinen in Raucherwohnungen nicht sichtbar. Erst wenn Licht darauf fällt, ist es offensichtlich wie viel man eigentlich in der Wohnung geraucht hat. Um den Zigarettengeruch in den Gardinen und Vorhängen zu beseitigen, hilft nur noch waschen. Grundsätzlich sollte man die Vorhänge in einer Raucherwohnung alle vier Wochen waschen.

Damit die Gardinen wieder strahlen, empfiehlt es sich die Vorhänger vor dem Waschgang einzuweichen. Dazu hilft etwas lauwarmes Wasser und Backpulver. Das Backpulver entzieht den Vorhängen anschließend die groben Vergilbungen und den Gestank.

Wichtig ist jedoch, die Vorhänge vor dem Waschgang noch einmal mit klarem Wasser auszuspülen. So kann man sich sicher sein, dass keine Reste des Backpulvers in der Waschmaschine landen.

Raucherwohnung renovieren: Teppich auffrischen

Oh ja, der Teppich. Mit einer der am gefährdetsten Gegenstände in einer Raucherwohnung. Da ein Teppich meist aus vielen Fasern besteht, kann er so natürlich auch viel mehr Nikotin aufnehmen. Auf bunten oder schwarzen Teppiche nimmt man diese Ablagerungen kaum wahr. Viel schlimmer ist es jedoch auf weißen Teppichen.

Auf weißen Teppichen riecht man nicht nur den Zigarettenrauch, man kann ihn sogar sehr gut erkennen. Für den Teppich empfiehlt sich eigentlich eine komplette Grundreinigung. Man sollte sich ein paar Euro in die Hand nehmen und schleunigst auf den Weg zur nächsten Reinigung machen. Selbst die Reinigung des Teppichs kann nämlich ziemlich schwer sein.

Es gibt zwar einen speziellen Reinigungsschaum, dieser wiederum ist aber teuer, riecht unheimlich und kann den Teppich beschädigen.

Steckdosen und Lichtschalter von Rauchspuren befreien

Einen großen Vorteil haben Steckdosen und Lichtschalter. Sie bestehen aus Plastik und lassen sich daher ganz einfach in der Spülmaschine reinigen. Nach dem Spülgang sollten so gut wie alle Rückstände beseitigt sein. Ist das nicht der Fall, so kann man mit einem Fettlöser über die Steckdosen und Lichtschalter fahren.

Vorsicht: Sobald man mit einem Fettlöser arbeitet, sollte man sich am besten Schutzhandschuhe anziehen. So kannst du dir sicher sein, dass deine Haut nicht beschädigt wird.

Raucherwohnung renovieren: Laminat und Parkett reinigen

Nikotinablagerungen können manchmal echt unauffällig sein. Gerade auf Parkett und Laminat sind die Rauchspuren gar nicht zu sehen. Das Positive an der ganzen Sache ist, dass sich Laminat ganz einfach reinigen lässt. Dazu muss man den Boden nur regelmäßig wischen. Wichtig ist dennoch, dass man den Laminatboden nicht zu nass macht. Ansonsten kann es sein, dass sich der Boden wölbt.

Möbel von Nikotinablagerungen befreien

Keine Frage, die Möbel nehmen wohl am meisten Schaden in einer Raucherwohnung. Gerade, wenn es um die Stoffbezüge geht, saugen diese sich förmlich mit dem Rauchgeruch auf. Aber keine Sorge, auch Möbel lassen sich von Rauchspuren befreien.

Einen ausführlichen Artikel findest du hier.

Raucherwohnung renovieren: Wichtige Fragen

rauchen in der wohnung
Das wusstest du über Raucherwohnungen bestimmt noch nicht.

Wie entstehen Nikotinablagerungen?

Nikotinablagerungen entstehen nicht beim ersten Mal rauchen in einer Raucherwohnung. Bis sich Ablagerungen bilden braucht es eine gewisse Zeit. Raucht jemand täglich und viel in seiner Wohnung ist die Chance natürlich viel höher, als bei jemandem, der wenig raucht.

Normalerweise inhaliert man nicht das komplette Nikotin aus der Zigarette. Wodurch sich das Nikotin natürlich in der Wohnung frei bewegen kann.

Doch in den meisten Fällen entfaltet sich das Nikotin schon am Glimmstängel. Eine Zigarette ist nämlich ständig am Verbrennen und produziert natürlich Rauch. Dieser Rauch wiederum enthält Nikotin, der sich dann an ausgewählte Stellen absetzt.

Wann sollte ich meine Raucherwohnung renovieren?

Das kommt ganz darauf an wie wohl man sich in seiner Wohnung fühlt. Merkt man, dass man Veränderungen braucht, hilft meist schon die Renovierung der Raucherwohnung. Allgemein fühlt man sich in einer frischen Wohnung doch viel wohler.

Wichtig ist jedoch, dass man vor seinem Auszug die Raucherwohnung renoviert. So kann man verhindern, dass man in einen Streit mit seinem Vermieter gerät und man kann weitere Probleme vorbeugen.

Wie oft sollte ich die Raucherwohnung lüften?

Je öfter man die Raucherwohnung lüftet, desto besser kann man darin atmen. Daher empfiehlt es sich die Wohnung täglich richtig zu lüften.

Wer muss die Renovierung der Raucherwohnung zahlen?

Grundsätzlich ist man für seine eigenen Taten verantwortlich. Daher gilt für jeden Mieter die Renovierung der Raucherwohnung zu bezahlen.

Darf ich überhaupt in meiner Wohnung rauchen?

Ja und nein. Der Vermieter kann dem Mieter kein Rauchverbot in der Wohnung aussprechen. Das hat der Bundesgerichtshof am 18.10.2006 entschieden. Im Prinzip kann der Mieter in seiner Wohnung rauchen so viel er will. Das Rauchen in der Wohnung stellt nämlich keine vertragswidrige Handlung dar. Trotz allem muss der Mieter bei Auszug aus der Wohnung, für jeglichen Schaden aufkommen.

Damit der Vermieter wiederum auf der sicheren Seite ist, kann er im Mietvertrag eine schriftliche Klausel beifügen. Darin kann dann stehen, dass das Rauchen in der Mietwohnung nicht gestattet ist.

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Quelle und weiterführende Links:

  • https://misshome.de/2017/09/14/raucher-mietwohnung-renovieren-wer-muss-die-renovierung-bezahlen-mietrecht-raucherwohnung/
  • https://www.wunderweib.de/raucherwohnung-so-machst-du-sie-wieder-frisch-99100.html#rauchgeruch_und_gilb_auf_vorh_auml_ngen_und_gardinen

Bildnachweis: ©Unsplash

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