Ledersitze pflegen: So machen Sie es richtig!

Ledersitze pflegen: So machen Sie es richtig!
Mike Wulf
März 15, 2021
Ledersitze sehen nicht nur edel aus, sondern fühlen sich auch angenehm an. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie diese im Büro oder im Auto antreffen. Allerdings benötigt dieses hochwertige Material auch ein gewisses Maß an Pflege, damit keine Qualitätsverluste entstehen. Woran Sie erkennen, wann Sie Ihre Ledersitze pflegen sollten, und worauf dabei zu achten ist, erfahren Sie hier: 

Wieso ist die Pflege von Ledersitzen wichtig? 

Ledersitze geben Ihrem Auto ein luxuriöses Aussehen. Nach einiger Zeit wird das Leder jedoch brüchig und matt. Es verliert an Glanz. Je mehr die Sitze genutzt werden, desto schneller nutzen sich diese ab. Außerdem braucht Leder regelmäßig Feuchtigkeit. Ist es zu trocken, wird es spröde und brüchig. Dadurch verliert der Gegenstand an Glanz und Aussehen. Zudem muss das Leder schneller ersetzt werden, was Zeit und Geld kostet. 

Anfangs ist es ausreichend, wenn Sie sich auf die stark beanspruchten Bereiche konzentrieren. Dies sind Sitzfläche und Lehne. Ebenso wird die Seite, über die Sie aussteigen, ebenfalls stark beansprucht. 

Des Weiteren sind Autoledersitze direktem Sonnenlicht ausgesetzt. Die UV-Strahlen trocknen das Leder aus. Dazu verliert das Leder an Farbe, da die UV-Strahlung das Leder ausbleicht. Daher ist es wichtig, Ledersitze regelmäßig zu pflegen. Durch die richtige Pflege behält das Leder seinen Glanz und seine Geschmeidigkeit. Dadurch wird es langlebiger und kann länger genutzt werden. 

Wie oft muss man Ledersitze pflegen? 

Die Häufigkeit der Pflege hängt vom Material sowie der Nutzung ab. Dennoch sollte jeder Ledersitz regelmäßig gepflegt werden, um Materialschäden vorzubeugen. Denn bei zu wenig Feuchtigkeit wird das Leder brüchig und rissig. Im Schnitt sollten Ledersitze alle 3 bis 4 Monate mit entsprechenden Pflegemitteln behandelt werden. Nutzen Sie die Sitze häufig, weil Sie viel Auto fahren, sollten Sie es alle 2 Monate pflegen. 

Ganz neues Leder muss nicht so oft behandelt werden. Denn frisches Leder kommt vom Gerber und ist noch gut behandelt. In diesem Fall genügt es, das Leder einmal jährlich mit einer Pflegeversiegelung zu behandeln. Je älter das Leder ist, desto mehr Pflege benötigt es. Denn je älter es ist, desto schneller wird es trocken und brüchig. 

Um herauszufinden, ob Ihr Leder Pflege benötigt, machen Sie den Drucktest. Drücken Sie eine Stelle ein, und ziehen Sie das Leder zurück. Je schneller das Leder seine Ausgangsposition erreicht, desto gesünder ist das Leder. 

Wie lange muss man Ledersitze pflegen? 

Leder sollten Sie so lange pflegen, wie Sie dieses nutzen möchten. Durch die Pflege verlängert sich die Lebenszeit des Leders, wodurch Sie länger Freude daran haben. 

Womit kann man Ledersitze pflegen? 

Reinigen und pflegen können Sie Ihre Ledersitze mit verschiedenen Mitteln. Saugen Sie den Sitz zuerst ab, um diesen von groben Verschmutzungen zu befreien. Ansonsten können diese Verschmutzungen das Leder aufrauen. Decken Sie alles in der Umgebung ab, was nicht mit dem Reiniger in Berührung kommen soll. 

Reinigen Sie danach die Nähte und Spalten. Saugen Sie diese am besten aus. Ziehen Sie dafür die Spalten auseinander, um besser an die Naht zu kommen. Reinigen Sie das Leder mit einem Lederreiniger, einer Lederbürste und Mikrofasertüchern. Nehmen Sie die Lederbürste, da diese keine Kratzer in das Leder macht. Andere Bürsten könnten zu hart sein. Harte Bürsten können das Leder aufrauen und beschädigen. 

Um Ihr Leder anschließend zu pflegen, benötigen Sie Pflegemittel. Das Pflegemittel muss speziell für Leder gemacht sein, um dem Ledersitz Feuchtigkeit zurückzugeben. Zudem ist meistens ein UV-Schutz integriert, um Autositze vor Sonnenlicht zu schützen. Wir können folgendes Produkt für die Pflege von Ledersitzen empfehlen.

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Pflege von Ledersitzen mit Hausmittel 

Sie können Ihre Autoledersitze auch mit Hausmitteln pflegen. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an geeigneten Hausmitteln: 

Wasser und Kernseife 

Sofas und Sitzkissen können Sie mit Kernseife und Wasser behandeln. Es muss sich dabei allerdings unbedingt um Glattleder handeln. Wischen Sie die Sitze mit der Wasser-Kernseife-Mischung ab. Wischen Sie diese dann mit einem Baumwolltuch trocken. 

Verwenden Sie keine scharfen Reinigungsmittel und greifen Sie stets auf destilliertes Wasser zurück. Leitungswasser kann weiße Kalkrückstände hinterlassen. Nach dem Reinigen sollten Sie das Leder mit Feuchtigkeitscreme behandeln. Die gibt dem Leder die Feuchtigkeit zurück. Dadurch bleibt es geschmeidig. 

Natron 

Natron hilft gut gegen unangenehme Gerüche. Nehmen Sie je nach Größe des Sitzes 200 Gramm Natron. Streuen Sie das Natron auf die Sitzfläche. Lassen Sie das Natron über Nacht einwirken. Saugen Sie es am nächsten Morgen einfach ab. Nun sollten die schlechten Gerüche verschwunden sein. 

Shampoo 

Zum Reinigen eignet sich auch in Wasser gelöstes Shampoo. So lassen sich Flecken von Glattledermöbeln entfernen. Befeuchten Sie mit der Wasser-Shampoo-Mischung ein Tuch und reiben Sie verschmutzen Stellen ein. 

Essig 

Mit Essig können Sie gut Flecken vom Glattleder entfernen. Geben Sie ein paar Spritzer Essig in warmes Wasser. Reiben Sie diese Lösung mit einem weichen Lappen auf die Stellen, bis die Flecken verschwunden sind. 

Babypflegetücher 

Auch Babyöltücher sind geeignet, um Ledersitze zu pflegen. Babyöltücher sind frei von Alkoholen und aggressiven Substanzen. Mit diesen Tüchern können Sie einfach Flecken entfernen. 

Schmutzradierer 

Mit einem Schmutzradierer können Sie Flecken einfach und schnell ausradieren. Bestellen Sie gleich hier welche. 

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Nivea-Creme 

Sie können Ihre Ledersitze auch mit Nivea pflegen. Nivea enthält viele Fette, die das Leder geschmeidig halten. Es muss aber keine Nivea sein. Auch Bodylotions und Babycremes eignen sich für die Pflege von Ledersitzen. Geben Sie die Creme auf ein Tuch und reiben Sie damit das Leder ein. 

Ledersitze pflegen: Anleitung 

Ledersitze pflegen Anleitung
Mithilfe dieser Anleitung bereitet es Ihnen keine Schwierigkeiten Ihre Ledersitze zu pflegen.
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Arbeitszeit: 25 Minuten
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Schritt für Schritt

Schritt 1: Ledersitze absaugen

  • Saugen Sie zuerst die Sitze ab. Ansonsten reibt sich der Schmutz tiefer in das Leder und beschädigt es. Passen Sie dabei auf, nicht mit dem Staubsaugeraufsatz über das Leder zu reiben. Auch das kann der Oberfläche schaden. Saugen Sie die gesamte Oberfläche ab. Vergessen Sie die Rillen und Nähte nicht, da sich hier häufig Dreck ansammelt. Ziehen Sie die Rillen vorsichtig auseinander und saugen Sie den Dreck raus. 

Schritt 2: Die Reinigung

  • Nun reinigen Sie das Leder. Das Leder wird vor allem durch Druck und Schweiß matt und speckig. Daher müssen Sie das Leder nach dem Absaugen reinigen. Arbeiten Sie sich immer von Fläche zu Fläche, um nichts zu vergessen. Sprühen Sie den Reiniger auf den Sitz. Der Sitz muss mit dem Reiniger vollständig benetzt sein. Danach reiben Sie den Reiniger mit der Lederbürste vorsichtig ein. Reiben Sie den Reiniger mit kreisenden Bewegungen in das Leder. Wiederholen Sie dies so oft, bis das Leder frei von Verschmutzungen ist und sich der Schaum dunkel färbt. 
  • Nachdem der Reiniger aufgeschäumt ist, wischen Sie diesen mit einem Mikrofasertuch wieder ab. Entfernen Sie den gesamten Schaum vom Sitz, damit keine Reste übrigbleiben. Bleibt Reiniger zurück, trocknet dieser wieder ein. Dadurch bleibt der Schmutz, den Sie eben aufgeweicht haben, auf dem Sitz zurück. Dadurch kann die Lederpflege nicht einwirken.
  • Reinigen Sie auch die Ritzen und Nähte. Sprühen Sie den Reiniger auf und reiben Sie diesen wieder ein. Wischen Sie danach den Reiniger mit einem Mikrofasertuch ab. Je nachdem, wie stark verunreinigt der Sitz ist, müssen diese Schritte mehrmals wiederholt werden. 

Schritt 3: Die Lederpflege

  • Nun haben Sie den Schmutz entfernt. Dabei haben Sie dem Leder allerdings Fette und Öle entzogen. Ohne Pflege wird das Leder spröde und rissig. Nehmen Sie nun ein sauberes Mikrofasertuch und geben Sie einen Tropfen Lederpflege darauf. Reiben Sie nun die Lederpflege langsam und gleichmäßig in das Leder ein. Nehmen Sie nicht zu viel Pflege, damit keine Rückstände auf dem Leder zurückbleiben. 
  • Ist das Leder schon stark beansprucht, helfen einfache Reinigungs- und Pflegemittel nicht mehr. Dann kann Waschbenzin helfen. Geben Sie es auf ein Mikrofasertuch und warten Sie eine Minute. Ist das Waschbenzin in das Tuch eingezogen, reiben Sie es vorsichtig auf die Flecken. Bewegen Sie das Tuch dabei in kreisenden Bewegungen. 
  • Hat Ihr Sitz schon Risse, weil das Leder bereits ausgetrocknet ist, können Sie es mit Flüssigleder behandeln. Das Flüssigleder wird wie ein Spachtel. Es verschließt die Risse und Sie erhalten das Flüssigleder in verschiedenen Farbtönen. 

Helles und dunkles Leder

Helles und dunkles Glattleder können Sie mit destilliertem Wasser und Neutralseife reinigen. Handelsübliche Seife trocknet das Leder aus, da diese dem Leder die Fette entzieht. Für weißes Leder eignet sich ein Hand- oder Staubsauger sowie eine Wasser-Handseifen-Lösung.

Schwarze Ledersitze pflegen 

Damit das Leder wieder glänzt, nehmen Sie eine spezielle Ledercreme. Diese sorgt dafür, dass das schwarze Leder wieder Farbe bekommt. Schwarzes Leder bleicht schnell aus, wodurch es an Farbe verliert. Schwarze Creme pflegt das Leder und gibt es Farbe und Glanz zurück. Sie können die Ledersitze auch mit Schuhcreme einreiben. Das verleiht ebenfalls neuen Glanz. Wir empfehlen Ihnen folgende Creme. 

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Autoledersitze pflegen 

Autoledersitze sind besonders von UV-Strahlung betroffen. Durch die Sonne wird das Leder rissig und bleicht schnell aus. Daher sollten Sie Pflegemittel mit einem UV-Schutz wählen. Dieser schützt das Leder vor der Strahlung und schützt es vor dem Ausbleichen. 

Ledersitze imprägnieren 

Durch das Imprägnieren kann Wasser und Feuchtigkeit nicht mehr in das Leder einziehen. Dringt Wasser in das Leder ein, weicht dieses ein. Dadurch wird das Leder rissig und spröde. Durch das Imprägnieren kann das Wasser nicht mehr in die Poren eindringen. 

Vor dem Imprägnieren müssen Sie das Leder gründlich reinigen. Durch die Reinigung kann das Imprägnierspray die gesamte Fläche benetzten und die Poren verschließen. Glattleder können Sie auch mit Lederfett imprägnieren. Wichtig ist, dass Spray und Leder einen Tag einwirken und trocknen können. Benutzen Sie das Leder zu früh, wirkt die Imprägnierung nicht richtig und der Schutz ist nicht gewährleistet. Probieren Sie folgendes Imprägnierspray aus.

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Ledersitze polieren 

Sie können Ihrem Leder auch mit Politur neuen Glanz verleihen. Reinigen Sie vorher das Leder nach Anleitung. Andernfalls reiben Sie den Schmutz wieder in das Leder ein. Tragen Sie nach der Reinigung die Poliercreme auf dem Leder auf. Reiben Sie danach mit einem Baumwolltuch oder einer Glanzbürste die Politur gleichmäßig in das Leder ein.

Sie können dafür auch eine alte Strumpfhose verwenden. Besonders Seidenstrumpfhosen eignen sich dafür. Reiben Sie die Politur ein, bis nichts mehr übrigbleibt. Wischen Sie danach den Rest mit einem Baumwolltuch ab, damit keine Reste zurückbleiben. Mit diesem Set sind Sie bestens gerüstet.

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Weitere Artikel:

Quellen und weitere Links:

  • https://www.autoscout24.de/informieren/ratgeber/autopflege/ledersitze-pflege-tipps/
  • https://www.autozeitung.de/ledersitze-reinigen-anleitung-tipps-197019.html
  • https://web.de/magazine/auto/ledersitze-pflegen-bleibt-edle-material-schoen-geschmeidig-32662904

Bildnachweis: ©Envatoelements

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